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Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten

Das Selbstverständnis und die Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten - AvS, als Zusammenschluss sozialdemokratischer Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime entstanden, sieht ihre Hauptaufgabe darin, die Traditionen des Widerstandes gegen Gewaltherrschaft wach zu halten, das Gedenken an die Opfer der Diktaturen zu bewahren und Neonazismus, Rassismus und Extremismus zu bekämpfen.

Die Auseinandersetzung mit der NS- und SED-Diktatur und dem Neonazismus ist ein Anliegen der AvS. Sie will das Vermächtnis des Widerstandes bewahren und weitergeben, gegen das Vergessen angehen, das Gedenken an die Opfer der NS- und SED-Herrschaft wach halten und die historischen Erfahrungen für unsere freiheitliche Demokratie nutzbar machen.

Zur Tradition der SPD gehört der Kampf gegen jedes diktatorische System. Die nationalsozialistische Diktatur trat die Menschenrechte und die Menschenwürde mit Füßen und führte Deutschland in Krieg und Völkermord. Auch unter dem kommunistischen Regime, das in Folge der NS-Herrschaft in Ostdeutschland etabliert wurde, sind Menschen verfolgt, Widerstand und demokratische Freiheitsregungen unterdrückt worden.

Die AvS ist offen für Verfolgte beider Diktaturen, für Menschen, die gegen Rassismus und Extremismus, Unterdrückung und Terror ankämpfen und mit der Sozialdemokratie als Partei der Freiheit für Demokratie und Toleranz eintreten.

Wer sich zu diesen Zielen in Wort und Tat bekennt und konsequent gegen neonazistische, extremistische und rassistische Bestrebungen angehen will, kann in der Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten mitarbeiten.

Die Arbeitsgemeinschaft ehemals verfolgter Sozialdemokraten - AvS - macht es sich besonders zur Aufgabe,

  • die Traditionen des Widerstandes gegen das NS-Regime und die kommunistische Diktatur in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands wach zu halten und damit auch die Erfahrungen und Erkenntnisse des Widerstandes für die Politik der Gegenwart und der Zukunft fruchtbar werden zu lassen;
  • in allen Bevölkerungskreisen die Anerkennung des Widerstandes und der Leiden der Opfer zu festigen und zu fördern und dies Erinnern als unverzichtbaren Bestandteil demokratischer Kultur zu pflegen;
  • neonazistische, extremistische, antisemitische und rassistische Organisationen und Bestrebungen konsequent zu bekämpfen;
  • der Opfer von Terror und Gewaltherrschaft zu gedenken, sich für Gedenk- und Erinnerungsstätten einzusetzen, ihre Errichtung und Bewahrung in würdiger Form zu fördern und die bestehenden Stätten in ihrer Arbeit zu unterstützen;
  • an die Verpflichtung zu mahnen, Minderheiten und Verfolgte zu schützen und ein demokratisch-freiheitliches Deutschland zu sichern und zu bewahren;
  • Anliegen und Interessen der Verfolgten und Geschädigten in Fragen der Wiedergutmachung und Rehabilitation wahrzunehmen und zu vertreten;
  • mit Organisationen und Institutionen auf nationaler und internationaler Ebene zusammenzuarbeiten, die sich aus demokratischer Gesinnung der Anliegen Verfolgter und des Widerstands gegen Gewaltherrschaft annehmen und sich gegen jede Diktatur stellen: Menschenrecht und Menschenwürde sind unteilbar;
  • die Sicherung und Sammlung von Dokumenten und Zeugnissen über Widerstand und Verfolgung zu unterstützen und zu fördern und sie in Zusammenarbeit mit geeigneten und qualifizierten Archiven und Forschungseinrichtungen einer wissenschaftlichen Aufarbeitung zugänglich zu machen.

Im Internet zu finden unter www.avs.spd.de